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Zuckerkrankheit - "Honigsüßer Durchfluss" Arten, Entstehung, Behandlung, Komplikationen

Die Griechen haben die Zuckerkrankheit nach einem der typischen Symptome benannt, dem erhöhten Zuckergehalt im Urin (den man durch "Probieren" schmecken konnte).

Es gibt zwei wesentliche Hormone, die den Blutzucker regulieren:

  • Insulin senkt den Blutzuckerspiegel, es wird in der Bauchspeicheldrüse erzeugt
  • Glukagon erhöht den Blutzuckerspiegel, es wird in der Leber erzeugt.

Diagnostik

Die Kriterien für die Diagnose einer Zuckererkrankung ("Manifester Diabetes") sind über Blutzuckerwerte festgelegt:

  • Nüchternblutzucker über 125 mg% an 2 Tagen
  • Blutzucker von über 200 mg% an 2 Tagen (nicht nüchtern)
  • Hba1c-Wert über 6,5 %
  • oGTT: über 200 mg% nach 2 Stunden

Erhöhtes Risiko für Diabetes besteht u.a. bei folgenden Laborwerten:

  • Nüchternblutzucker 100-125 mg% an 2 Tagen
  • Hba1c-Wert 5,7 - 6,4 %
  • oGTT: 140-199 mg% nach 2 Stunden

Für das Risiko einen Diabetes zu entwickeln gibt es aber noch weitere Faktoren:

  • Übergewicht (BMI über 25)
  • körperliche Inaktivität
  • Verwandte/r ersten Grades mit Diabetes
  • Bluthochdruck
  • erhöhte Blutfette
  • Gefäß-bedingte Herz- oder Gehirnerkrankung

Falls neben einem Übergewicht ein weiterer Risikofaktor besteht, sollte jedenfalls ein Bluttest durchgeführt werden!

Arten des Diabetes

  • Typ 1: die Bauspeicheldrüse erzeugt kein Insulin
  • Typ 2: entweder Insulinresistenz (d.h. die Zellen des Körpers sprechen auf Insulin schlecht oder nicht mehr an) oder Insulinmangel (meist im späteren Verlauf der Erkrankung durch "Erschöpfung" der Bauchspeicheldrüse)
  • Schwangerschaftsdiabetes (Gestationsdiabetes): Erstmaliges Auftreten eines Diabetes während der Schwangerschaft
  • Andere, spezifische Formen (z.B. durch Medikamente ausgelöst oder durch Erkrankungen der Bauspeicheldrüse)

Früher wurde der Typ-1 meist als "juveniler" Diabetes bezeichnet und der Typ-2 als "Altersdiabetes".

Die Bezeichnungen

  • IDDM für "insulin-dependent diabetes mellitus" und
  • NIDDM für "non-insulin-dependent diabetes mellitus"

klassifizieren den Diabetes nach der Therapieform und sind immer noch im Gebrauch.

Wesentlicher Faktor: Ernährung

Wie bei allen Zivilisationskrankheiten sind Ernährung, Bewegung und Lebensstil im Allgemeinen wesentliche Faktoren.

Diesbezüglich haben wir für Sie Informationen und eine Ernährungsempfehlung zusammengestellt, die auch für Diabetiker gilt.

Diagnose Diabetes - was jetzt?

Das Wichtigste für Diabetiker ist eine entsprechende Schulung. Wir führen diese Schulungen im Rahmen des Programms "Therapie Aktiv - Diabetes im Griff" durch.

Entsprechende Studien haben gezeigt, dass diese Schulungen die wichtigste einzelne Maßnahme für die Versorgung von DiabetikerInnen sind. Die Tatsache ob PatientInnen geschult wurden oder nicht hat großen Einfluss auf den weiteren Krankheitsverlauf.

Falls bewusste Ernährung nicht reicht - Medikamente

Es gibt verschiedene Therapieansätze, je nach

  • Stadium der Erkrankung,
  • Schwere des Diabetes,
  • diabetischen Begleiterkrankungen,
  • anderen Erkrankungen,
  • anderen Medikamenten.

In den letzten Jahren hat sich herausgestellt, dass grundsätzlich ein möglichst früher Beginn einer Metformin-Behandlung günstige Auswirkungen auf den weiteren Verlauf der Erkrankung hat.

Wesentlich ist die regelmäßige Einnahme der verschriebenen Medikamente.

Der Erfolg der Behandlung wird durch Blutkontrollen überprüft.

Zu Beginn der Behandlung wird meist ein einziges Medikament ausreichend sein. Es ist allerdings wahrscheinlich, dass nach einiger Zeit ein zweites oder drittes Mittel notwendig wird.

Letztlich kann es auch sein, dass Insulin erforderlich wird, um den Blutzucker zu kontrollieren und die Komplikationen zu verhindern.

Komplikationen und Spätfolgen des Diabetes

Die oft schweren Folgeschäden des Diabetes sind

  • eine Schädigung der Blutgefäße. Dabei können sowohl große als auch kleine Blutgefäße betroffen sein.
  • Nervenschäden (die sogenannte diabetische Polyneuropathie),
  • Augenschäden, v.a. die diabetische Netzhauterkrankung (Retinopathie) und Hornhautschäden
  • der diabetische Fuß
  • erhöhte Wahrscheinlichkeit an Krebs zu erkranken
  • Fettstoffwechselstörungen
  • die "frozen shoulder"

Diese Komplikationen führen zu unterschiedlichen Symptomen und Erkrankungen (entsprechende Bilder finden Sie hier, diese Bilder sind für MedizinerInnen vertraut, können auf Laien aber extrem abstoßend wirken):

  • Gefäßschäden: Herzinfarkt, Schlaganfall, pAVK, schlechte Wundheilung v.a. auf den Füßen bis hin zu chronischen Geschwüren, Entzündungen und dadurch notwendigen Amputationen ("diabetischer Fuß").
  • Nervenschäden: führen zu unterschiedlichen Problemen, je nachdem welche Art von Nervenfasern betroffen ist (sensible, autonome, motorische):
    Am häufigsten sind sensible Nervenfasern betroffen, das führt zu Sensibilitätsstörungen und/oder zu Missempfindungen (Parästhesien) wie z.B. unangenehmen Kribbeln. Meist sind die Beine betroffen (da die Nervenfasern zu den Venen am längsten sind).
    Ausfälle und Störungen autonomer fasern führen zur Beeinträchtigung unwillkürlicher Funktionen: Herzrhythmus, Blasen- und Darmentleerung, Potenz.
    Nach lange bestehendem Diabetes können auch motorische Fasern betroffen sein: Muskelschwäche und Muskelschwund sind die Folgen.
  • Die diabetische Netzhautschädigung beruht ebenfalls auf einer Schädigung der kleinen Blutgefäße und führt zu Sehschwäche bis hin zur Erblindung. Bei fast jedem Fünften Erblindeten ist der Diabetes die Ursache.
  • DiabetikerInnen haben ein erhöhtes Risiko an bösartigen Tumoren zu erkranken: Männer um 20 %, Frauen um 30 %. Dabei unterscheiden sich die Krebsarten geschlechtsspezifisch:
    Frauen: Bauchspeicheldrüse, Gebärmutter, Magen, Blase.
    Männer: Leber, Lunge, Gallenblase, Darm.
  • Bei DiabetikerInnen lagert die Leber vermehrt Fette ein, die im restlichen Körper abgebaut werden, es kommt zur "Fettleber".
  • Rund ein Drittel der insulinpflichtigen DiabetikerInnen und jede/r Fünfte bis Zehnte Nicht-insulinabhängige leidet an einer primären Schultersteife ("frozen shoulder"). Die Gründe dafür sind nicht bekannt.
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