Leistung · Vorsorge

FSME-Impfung („Zeckenimpfung“) in Wien

Wirksamer Schutz vor der Frühsommer-Meningoenzephalitis — rechtzeitig vorsorgen.

Zeckenstiche sind in Österreich keine Seltenheit. Viele sind harmlos – manche können jedoch gefährliche Krankheiten übertragen. Eine davon ist die Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME), eine Virusinfektion, die zu einer Entzündung des Gehirns, der Hirnhäute oder des Rückenmarks führen kann.

Die gute Nachricht ist, dass es gegen FSME eine wirksame Impfung gibt. Im PVZ med20 in Wien-Brigittenau beraten wir Sie umfassend über den richtigen Zeitpunkt, das passende Impfschema und führen die Impfung direkt in unserer Ordination durch.

Was ist FSME?

FSME steht für Frühsommer-Meningoenzephalitis. Die Erkrankung wird durch ein Virus ausgelöst, das in Mitteleuropa hauptsächlich durch den Stich einer infizierten Zecke übertragen wird. In seltenen Fällen kann auch der Verzehr von Rohmilch oder Rohmilchprodukten infizierter Tiere zu einer Ansteckung führen. Eine Übertragung von Mensch zu Mensch ist nicht möglich.

Österreich gilt als FSME-Risikogebiet. Kein Bundesland ist frei von infizierten Zecken – betroffen sind sowohl Waldgebiete als auch Wiesen, Gärten und Parks. Deshalb empfiehlt der österreichische Impfplan die FSME-Impfung für alle Menschen, die in Österreich leben oder sich regelmäßig im Freien aufhalten.

FSME zählt außerdem zu den meldepflichtigen Krankheiten, da die Erkrankung ernsthafte gesundheitliche Folgen haben kann.

Welche Symptome können bei FSME auftreten?

Nicht jeder Zeckenstich führt automatisch zu einer Infektion, und nicht jede Infektion führt zu einer Erkrankung. Wenn Symptome auftreten, geschieht das meist in zwei Phasen.

In der ersten Phase zeigen sich grippeähnliche Beschwerden wie Kopf- und Gliederschmerzen, Fieber, Müdigkeit oder Übelkeit. Diese Symptome verschwinden häufig nach einigen Tagen wieder.

Nach einer kurzen beschwerdefreien Zeit kann es in der zweiten Phase bei rund fünf bis fünfzehn Prozent der Infizierten zu einer Entzündung des zentralen Nervensystems kommen. Das Virus kann Gehirn, Hirnhäute und Rückenmark befallen und eine Hirnhautentzündung (Meningitis) oder eine Gehirn- und Rückenmarksentzündung (Meningoenzephalitis bzw. Myelitis) auslösen.

Der Krankheitsverlauf kann stark variieren. Manche Patientinnen und Patienten genesen vollständig, andere leiden an langanhaltenden Beschwerden. Zu den möglichen Folgen einer FSME-Erkrankung zählen:

  • Lähmungen der Arme, Beine oder Gesichtsmuskulatur
  • Schluck- oder Sprechstörungen
  • anhaltende Kopfschmerzen und Schwindel
  • Konzentrations- und Gedächtnisprobleme
  • chronische Müdigkeit oder Stimmungsschwankungen

Etwa ein Drittel der Erkrankten hat langfristige oder bleibende neurologische Schäden. Besonders ältere Erwachsene sind stärker gefährdet, schwere Verläufe zu erleiden. In seltenen Fällen kann FSME sogar tödlich enden.

Wie kann man FSME vorbeugen?

Der wirksamste Schutz vor FSME ist die Impfung. Sie regt das Immunsystem an, Abwehrstoffe gegen das Virus zu bilden, und schützt so vor einer Erkrankung. Die Schutzwirkung liegt bei über 95 Prozent, wenn die Grundimmunisierung vollständig durchgeführt und regelmäßig aufgefrischt wird.

Da Zecken in allen Bundesländern vorkommen – selbst in städtischen Gebieten wie Wien – empfiehlt der österreichische Impfplan die FSME-Impfung für alle Personen ab dem ersten Lebensjahr. Der ideale Zeitpunkt für die Grundimmunisierung ist vor Beginn der Zeckensaison, also im späten Winter oder Frühjahr.

Auch wenn eine Auffrischung schon länger zurückliegt, ist es nie zu spät, den Impfschutz zu erneuern. Eine Wiederholung der gesamten Grundimmunisierung ist nicht notwendig. Schon eine einzelne Nachholimpfung kann den Schutz wiederherstellen.

Neben der Impfung hilft es, sich bei Aufenthalten im Freien zusätzlich zu schützen: geschlossene Kleidung tragen, helle Stoffe verwenden (Zecken sind darauf besser sichtbar) und den Körper nach jedem Spaziergang gründlich absuchen.

Wie verläuft die FSME-Impfung für Kinder und Erwachsene?

Die FSME-Impfung bietet einen sehr verlässlichen Schutz vor der Erkrankung und ist sowohl für Kinder als auch für Erwachsene geeignet. Die Grundimmunisierung besteht aus drei Teilimpfungen, die innerhalb eines Jahres abgeschlossen werden.

Bei Kindern wird die erste Dosis ab dem vollendeten ersten Lebensjahr empfohlen. Die zweite Impfung folgt nach ein bis drei Monaten, die dritte nach weiteren fünf bis zwölf Monaten. Danach wird die erste Auffrischung nach drei Jahren durchgeführt.

Für Erwachsene gilt dasselbe Schema. Nach Abschluss der Grundimmunisierung erfolgt die erste Auffrischungsimpfung ebenfalls nach drei Jahren. Anschließend wird alle fünf Jahre aufgefrischt, ab dem 60. Lebensjahr alle drei Jahre, da die Immunantwort mit zunehmendem Alter nachlässt.

Im PVZ med20 beraten wir Sie gerne, welches Impfschema für Sie oder Ihr Kind am besten passt. Wir informieren über den optimalen Zeitpunkt, tragen alle Impfungen in Ihren Impfpass ein und erinnern Sie auf Wunsch automatisch an Ihre Auffrischungen. So bleibt Ihr Impfschutz dauerhaft vollständig und aktuell.

Was ist nach der Impfung zu beachten?

Wie bei den meisten Impfungen kann es auch nach der FSME-Impfung zu leichten, vorübergehenden Reaktionen kommen. Manche Menschen bemerken eine leichte Rötung oder ein Spannungsgefühl an der Einstichstelle, andere fühlen sich für kurze Zeit müde oder leicht fiebrig. Diese Reaktionen zeigen, dass das Immunsystem arbeitet, und klingen in der Regel nach ein bis zwei Tagen von selbst wieder ab.

Wir empfehlen, sich am Tag der Impfung körperlich zu schonen, viel zu trinken und auf intensive sportliche Aktivitäten zu verzichten. Die geimpfte Stelle sollte nicht stark gedrückt oder massiert werden. Wenn die Beschwerden länger anhalten oder Sie sich unwohl fühlen, können Sie uns jederzeit ansprechen und wir helfen Ihnen gerne weiter.

Bei Kindern können Müdigkeit oder leicht erhöhte Temperatur ebenfalls vorkommen. In solchen Fällen reicht meist etwas Ruhe und viel Flüssigkeit aus. Fieberzäpfchen sind nur selten notwendig und sollten vorher mit der Ärztin oder dem Arzt abgesprochen werden.

Warum ist die FSME-Impfung in Österreich besonders wichtig?

Österreich zählt zu den Ländern mit den meisten FSME-Fällen in Europa. Jedes Jahr werden mehrere Hundert Infektionen gemeldet, und das Risiko betrifft nicht nur Waldarbeiterinnen und Wanderer. Zecken kommen auch in Gärten, auf Spielplätzen und in Stadtparks vor – also überall dort, wo sich Menschen gerne im Freien aufhalten.

Die FSME-Impfung schützt zuverlässig vor einer Erkrankung, während es nach einer Infektion keine gezielte Behandlung gegen das Virus gibt. Ärztinnen und Ärzte können lediglich die Symptome lindern, nicht aber die Ursache beseitigen.

Zecken können außerdem andere Krankheiten übertragen, etwa die Borreliose. Gegen diese gibt es zwar keine Impfung, sie kann aber im Gegensatz zur FSME mit Antibiotika behandelt werden. Umso wichtiger ist es, sich zumindest gegen FSME impfen zu lassen – sie ist die einzige durch Zecken übertragene Krankheit, gegen die man sich aktiv schützen kann.

Wer geimpft ist, schützt sich nicht nur vor einer gefährlichen Infektion, sondern reduziert auch das Risiko schwerer oder bleibender Folgeschäden. Eine regelmäßige Auffrischung sorgt dafür, dass dieser Schutz dauerhaft erhalten bleibt.

FSME-Impfung im PVZ med20

Im PVZ med20 in Wien-Brigittenau bieten wir die FSME-Impfung für Kinder, Jugendliche und Erwachsene an. Wir nehmen uns Zeit, Ihren Impfpass zu überprüfen, beraten Sie zum idealen Zeitpunkt der Impfung und führen diese direkt in unserer Ordination durch.

Auf Wunsch erinnern wir Sie automatisch an Ihre nächsten Auffrischungstermine, damit Ihr Schutz immer vollständig bleibt.

Vereinbaren Sie einfach einen Termin. Mit unseren langen Öffnungszeiten von rund 50 Stunden pro Woche und der Möglichkeit von Hausbesuchen machen wir es Ihnen leicht, gut geschützt durch die Zeckensaison zu kommen. Wir beraten Sie persönlich, beantworten Ihre Fragen und sorgen dafür, dass Sie sicher und bestens betreut sind.

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